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Kurz informiert

Haltung gefährlicher Hunde Erlaubnis

Ansprechpartner/in beim Landkreis Nienburg/Weser
Herr Dr. Schmitt Standort anzeigen
Amt / Bereich
18 FB Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung
Kreishaus B, Zimmer 282
Kreishaus am Schloßplatz
31582 Nienburg
Telefon: 05021 967-117
Telefax: 05021 967-431
E-Mail:

Allgemeine Informationen

Für die Haltung eines gefährlichen Hundes wird eine Erlaubnis benötigt.

Durch das Gesetz zur Beschränkung des Verbringens oder der Einfuhr gefährlicher Hunde in das Inland (HundVerbrEinfG) wurde auf Bundesebene ein Einfuhr- und Verbringungsverbot für bestimmte Hunderassen festgelegt. Hierbei handelt es sich um Hunde der Rassen:

  • Pitbull-Terrier,
  • American Staffordshire-Terrier,
  • Staffordshire-Bullterrier,
  • Bullterrier
  • sowie deren Kreuzungen untereinander oder mit anderen Hunden.

Hunde weiterer Rassen sowie deren Kreuzungen miteinander oder mit anderen Hunden, für die nach den Vorschriften des Landes in dem der Hund ständig gehalten werden soll, eine Gefährlichkeit vermutet wird, dürfen nach § 2 HundVerbrEinfG aus dem Ausland nicht in dieses Land eingeführt oder verbracht werden.

Das am 1. März 2003 in Kraft getretene Niedersächsische Gesetz über das Halten von Hunden soll Gefahren vorbeugen und abwehren, die mit dem Halten und Führen von Hunden verbunden sind.

Welche Hunde sind betroffen?

In Niedersachsen existiert keine "sog. Rasseliste", dass heißt, es bestehen keine generelle Erlaubnispflicht oder Haltungseinschränkungen wie z.B. Leinen- oder Maulkorbzwang bei der Haltung bestimmter Hunderassen.

Das Gesetz regelt allerdings die Haltung von

  • Hunden, die von der zuständigen Behörde für "gefährlich" erklärt werden.
  • Hunde, von denen eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit ausgeht.

 

Hunde, die von der zuständigen Behörde für "gefährlich" erklärt werden.

Hunde, die eine gesteigerte Aggressivität aufweisen, insbesondere Menschen oder Tiere gebissen haben oder sonst eine über das natürliche Maß hinausgehende Kampfbereitschaft oder Schärfe gezeigt haben, werden vom Fachbereich Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung begutachtet und bei Vorliegen eines Gefahrenverdachtes für gefährlich erklärt (§ 3 NHundG).

Folge dieser Gefährlichkeitsfeststellung ist die Erlaubnispflicht der Hundehaltung.

Wie bekomme ich eine Haltungserlaubnis, wenn mein Hund als "gefährlich" eingestuft wurde?

Die Erlaubnis muss beim Fachbereich Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung des Landkreis Nienburg/Weser beantragt werden.

Die Erlaubnis wird erteilt, wenn

  1. die Hundehalterin, der Hundehalter volljährig ist und die zum Halten des Hundes erforderliche Sachkunde, persönliche Eignung und Zuverlässigkeit besitzt,
  2. die Fähigkeit des Hundes zu sozialverträglichem Verhalten durch einen Wesenstest nachgewiesen ist, 
  3. der Hund unveränderlich so gekennzeichnet ist, dass seine Identifizierung gewährleistet ist (Chip oder Tätowierung), und
  4. der Abschluss einer Haftpflichtversicherung zur Deckung der durch den Hund verursachten Schäden (Mindestdeckung 500 000 € für Personenschäden, 250000 € für Sachschäden und sonstige Vermögensschäden) nachgewiesen ist.

Die erforderlichen Unterlagen sind innerhalb von drei Monaten nach Antragstellung dem Amt für Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung vorzulegen.

Was muss ich beim Ausführen meines Hundes beachten?

Zwischen der Antragstellung und der Erteilung der Erlaubnis dürfen die Hunde außerhalb ausbruchsicherer Grundstücke nur angeleint und mit Maulkorb geführt werden.

Nach Beantragung der Haltungserlaubnis wird der Edingang Ihres Antrages schriftlich bestätigt. Diese Bestätigung der Antragstellung ist beim Ausführen des Hundes stets mitzuführen.

Nach Erteilung der Erlaubnis sind die Hunde angeleint zu führen.

Wer darf mit meinem Hund ausgehen?

Die Hundehalterin oder der Hundehalter darf einen gefährlichen Hund außerhalb ausbruchsicherer Grundstücke nur persönlich führen oder eine Person damit beauftragen, die über eine Bescheinigung zum Führen von gefährlichen Hunden verfügt.
Beim Ausgehen ist die Haltungserlaubnis sowie beim Ausführen durch andere Personen zusätzlich die Bescheinigung zum Führen con gefährlichen Hunden mitzuführen.

Hunde, von denen eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit ausgeht

Bei Hunden, die die oben genannten aggressiven Verhaltensauffälligkeiten nicht zeigen, aber von denen dennoch eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellen(z.B. freilaufende Hunde im Straßenverkehr), können auf dem Niedersächsischen Gefahrenabwehrrecht fußende Maßnahmen erlassen werden, um die im Einzelfall von einem Hund ausgehende Gefahr abzuwehren (§13 NHundG). In der Regel ist hier die Anordnung eines Leinenzwanges und/oder Maulkorbzwanges ausreichend.

An wen muss ich mich wenden?

Die Zuständigkeit liegt beim Landkreis, der kreisfreien Stadt und der Region Hannover.

Welche Unterlagen werden benötigt?
  • Führungszeugnis (Belegart "O") zur Vorlage bei einer Behörde
  • Wesenstest
  • Sachkundenachweis
Welche Gebühren fallen an?

Es fallen Gebühren an. Wenden Sie sich bitte an die zuständige Stelle.

Welche Fristen muss ich beachten?

Die Frist kann auf Antrag um höchstens 3 Monate verlängert werden.

  • Antragsfrist: 3 Monate
    zur Vorlage der notwendigen Unterlagen
Was sollte ich sonst noch wissen?

In einigen Gemeinden, Samtgemeinden und Städten wird für gefährliche Hunde eine höhere Hundesteuer erhoben. Grundlage dafür ist die jeweilige Hundesteuersatzung.

Einige Gemeinden, Samtgemeinden und Städte haben gesonderte kommunale Vorschriften zum Führen von Hunden in der Öffentlichkeit, auf Spielplätzen etc.

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