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Fahrerlaubnis: Erteilung - auf Probe

Ansprechpartner/in beim Landkreis Nienburg/Weser
Frau Bremer Standort anzeigen
Amt / Bereich
17 FB Ordnung und Verkehr173 FD Straßenverkehr
Außenstelle Kräher Weg, Zimmer 1
Kräher Weg 60
31582 Nienburg
Telefon: 05021 967736
Telefax: 05021 967738
E-Mail:

Allgemeine Informationen

Bei erstmaligem Erwerb einer Fahrerlaubnis wird diese für die Dauer von zwei Jahren auf Probe erteilt. Die Probezeit dauert vom Zeitpunkt der Erteilung an. Bei Erteilung einer Fahrerlaubnis an den Inhaber einer im Ausland erteilten Fahrerlaubnis wird die Zeit seit deren Erwerb auf die Probezeit angerechnet.

Die Fahrerlaubnis auf Probe wurde eingeführt, um dem Gefährdungsrisiko der Fahranfänger entgegenzuwirken. Ein sicheres und rücksichtsvolleres Fahrverhalten soll erreicht werden; insbesondere soll das Risikobewusstsein gefördert und die Gefahrenerkennung verbessert werden.

 

Seit dem 1. November 1986 gilt für Fahranfänger die zweijährige Probezeit. Mit dieser Bewährungszeit soll der aus Unerfahrenheit und hoher jugendtypischer Risikobereitschaft resultierenden Unfallgefährdung durch den Fahranfänger entgegengewirkt werden. Die Probezeit hat sich bewährt. Bei der Risikogruppe der jugendlichen Unfallfahrer ist ein deutlicher Rückgang der Auffälligkeits- und Rückfallzahlen im Straßenverkehr erkennbar.

Junge Menschen sind besonders häufig an Verkehrsunfällen beteiligt. Gemessen an ihrem Anteil am Straßenverkehr und an der Gesamtbevölkerung weisen sie noch immer ein überproportional hohes Unfallrisiko auf. Hauptursachen sind der Mangel an ausreichender Fahrerfahrung und die altersbedingt ausgeprägte Risikobereitschaft. Dabei fällt die Altersgruppe der 18- bis 25-jährigen besonders ins Gewicht.

Seit dem 1. Januar 1999 gelten für den Fahranfänger individuelle Maßnahmen: die Teilnahme an Aufbauseminaren, die Verlängerung der Probezeit von zwei auf vier Jahre und die verkehrspsychologische Beratung. Diese Hilfestellungen sollen bewirken, dass der auffällig gewordene Fahranfänger die Defizite in seiner Einstellung zum Straßenverkehr erkennt, sein auffälliges Verhalten überdenkt und ändert. Jährlich verlieren 20 000 Fahranfänger ihre Fahrerlaubnis vor Ablauf der Probezeit.

Gefahrenabwehrende Maßnahmen verstärken zusätzlich die spezialpräventive Wirkung, die von der zweijährigen Probezeit ausgeht.
Unter dem Aspekt der Unfallverhütung wird bei Fahranfängern auf Probe neben dem Punktsystem eine weitere Gewichtung der Verkehrsauffälligkeit vorgenommen:

  • bei schwerwiegenden A-Delikten (z. B. Geschwindigkeitsüberschreitung) und
  • bei weniger schwerwiegenden B-Delikten (z. B. technische Fahrzeugmängel)


Das KBA benachrichtigt unabhängig vom Punktestand die Fahrerlaubnisbehörde beim ersten A- oder nach dem zweiten B-Delikt. Nur sie leitet die entsprechenden Maßnahmen zur Fahrerlaubnis ein.

Seit dem 1. Januar 1999 geltenden drei Sanktionsstufen:

Sanktionsstufe Verkehrszuwiderhandlung Maßnahmen der zuständigen Fahrerlaubnisbehörde
Erste Stufe Eine schwerwiegende (A) oder zwei weniger schwerwiegende (B) Zuwiderhandlungen Die Teilnahme an einem Aufbauseminar wird angeordnet.
Die Probezeit verlängert sich um zwei Jahre
Zweite Stufe Eine weitere schwerwiegende (A) oder zwei weitere weniger schwerwiegende (B) Zuwiderhandlungen Verwarnung.Die Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung wird empfohlen
Dritte Stufe Eine weitere schwerwiegende (A) oder zwei weitere weniger schwerwiegende (B) Zuwiderhandlungen Die Fahrerlaubnis wird entzogen



Bei Fahranfängern erfolgt die Tilgung einer Ordnungswidrigkeit aus dem Verkehrszentralregister nicht vor Ablauf der Probezeit.

An wen muss ich mich wenden?

Die Zuständigkeit liegt bei der Fahrerlaubnisbehörde Ihres Landkreises bzw. Ihrer kreisfreien Stadt.

 

Außenstelle Kräher Weg 60, Nienburg

Zuständig für
Buchstabe(n)

Name

Zimmer

Telefon
(05021) 967-

A – K

Herr Theiss

4

720

L – Z

Herr Czilinski

5

711

E-Mail: fsw@kreis-ni.de
Fax: (05021) 967-738

Welche Unterlagen werden benötigt?

Es werden ggf. Unterlagen benötigt. Wenden Sie sich bitte an die zuständige Stelle.

Welche Fristen muss ich beachten?

Schon nach Anordnung der ersten Maßnahme verlängert sich die Probezeit nochmals um zwei Jahre auf insgesamt vier Jahre.

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